Archiv für August, 2012

Let’s get drunk!

Posted in Allgemein on Dienstag, 28. August 2012 by badana

Nun, da die Arbeitswut verraucht ist, stellt sich Verlorenheit ein. Im unordentlichen Zimmer zwischen unbezahlten Rechnungen erscheint mir das Leben diffus und verwaschen. Was tun, wenn kein Kummer da ist, der umtreibt – wenn die Sehnsucht nicht genug gross ist, um sich dort zu tummeln, wo es menschelt?

Liste 1:
– lesen, mehr lesen, und zwar „Die Korrekturen“ von Jonathan Franzen
– Vimeo ausleuchten nach heissen Clip-Skills: z.B. von Woodkid
– Tomaten giessen (und es nicht tun, da es zu regnen beginnt)
mit Gott chatten
– die DVD-Sammlung durchforsten nach Brian Cox in Nebenrollen
– Wurstfachverkäuferin hören
– die tumblr-Tiefen nach Bildern für Blog durchstöbern

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Vielleicht sogar in irgendeiner Küche

Posted in Allgemein on Montag, 20. August 2012 by badana

– Soso, du machst also Filme? Was für welche denn?
– Na solche und solche.
– Würden sie mir denn gefallen?
(Deiner Mutter würden sie gefallen.) Äh, ich weiss nicht.
– Aber sind sie denn eher deprimierend oder so mit Happy End?
(Ich beginne innerlich zu brodeln, weiss aber zugleich, dass das alles irgendwie berechtigte Fragen sind, in einer anderen Welt unter anderen Menschen. Das darf mich nicht immer so wütend machen, gopf!) Mhmm, schliesst denn das eine das andere aus?
(An dieser Stelle lacht mich mein Gegenüber aus, da ich so doof bin und nicht check, dass etwas entweder deprimierend oder häppi sein kann.)
(Eigentlich würd ich von mir erwarten, daraufhin noch wütender zu werden, aber im Grunde genommen imponiert es mir, wenn sich Menschen über mich lustig machen. Also lach ich mit.)
(Mein Gegenüber bemüht sich, nicht irritiert zu sein und bohrt etwas weiter, aber unsereins hat mittlerweile gelernt, sich einem Gespräch zu entziehn. Einfach ein Mongogesicht aufsetzen und dümmlich lächeln – et voilà.)

So erstirbt also der weitere Austausch von Unverständnis im Nu und ich frag mich, während ich auf meine Zigarettenglut starre, ob da draussen irgendwo eine Einfachheit existiert, die mir irgendwann abhanden gekommen ist oder der ich mal begegnen werde – vielleicht sogar in irgendeiner Küche, in der ich dann ganz einfach bin, ohne gross zu überlegen, einfach bin und meine Handbewegung nicht stockt, wenn ich die Zigarette an die Lippen führe und den einen oder anderen Fehler begehe – einfach so, ohne nachzudenken. Denn seien wir doch ehrlich: Drama kann doch jeder, Baby.

Oskar Zwintscher

Oskar Zwintscher