Archiv für Juli, 2012

Moving Images

Posted in Allgemein on Mittwoch, 25. Juli 2012 by badana

Ich habe von dir geträumt, letzte Nacht. Fast ist ein Kronleuchter auf uns gefallen, der an astgleichen Kabeln befestigt war. Deine Wohnung sah aus wie eine verstaubte altertümliche Bibliothek. Du sahst aus wie du. Später haben wir unter Bäumen getanzt, in einem Meer vertrockneter Herbstblätter. Ich war in Schwarz gekleidet, du trugst ein weisses Hemd und wurdest etwas ungeduldig, da ich immer wieder die Schritte vergass.

Ich bin zwar nicht gern aufgewacht, aber: Alles ist gut, so wie es ist.

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Da trink ich doch lieber Tee

Posted in Allgemein on Samstag, 21. Juli 2012 by badana

Nach der grossen Ruhe nun der Sturm. Natürlich war er absehbar. Ich wusste, es würde nicht leicht sein, auf all diesen Hochzeiten gleichzeitig zu tanzen, ohne dass die Schminke verschmiert und das Gesicht in den Gulli weggeschwemmt wird. Und trotzdem. Man geht ja nicht davon aus, dass man plötzlich hölzerne Beine kriegt oder der Boden unter den Füssen wegrutscht, von ganz alleine. Oder sich die Hüftgelenke auskugeln.

Pssst, die lieben Geister lauern hinter jeder Häuserecke. Sie würden mich gern fressen, denk ich dann jedes Mal und entkomme ihnen um Haaresbreite. Oder doch nicht?

Das Leben pendelt sich einfach nicht ein, gopf. Dabei möcht ich doch endlich mal erwachsen werden. Denken: Aah, so sitz ich hier auf dieser schönen Terrasse (die ich mit meinen eigenen Händen erbaut habe) – hinter mir die Sonne und vor mir Pinienbäume. Ich trinke gesittet schweren Rotwein und diskutiere die Tagespolitik, gehe dann zeitig und gesättigt schlafen. So sieht Erwachsensein in meinem Kopf aus. Stattdessen verschwimmt mein harmonisches Toskana-Bild und ich finde mich wieder, mitten im Stadtsumpf, um mich nur Fratzen, dröhnender Elektro. Nicht schon wieder, was tu ich hier? Forward – Heimweg – Forward – Schlaf – und dann wieder alles von vorne: Erase and Rewind.

Wo ist denn diese Vernunft, von der alle reden? Wohl wieder so ne Urban Legend, hä?

„Ich sag euch nee, nee, nee,
da trink ich doch lieber Tee.“
(Die Ärzte)