Archiv für Februar, 2012

Haha!

Posted in Allgemein on Montag, 20. Februar 2012 by badana

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The Joy of Reconstruction

Posted in Allgemein on Donnerstag, 16. Februar 2012 by badana

Letztens im „Nächtli“

Posted in Allgemein on Mittwoch, 8. Februar 2012 by badana

(Eigentlich wollte ich gerade richtig sauer werden, denn meine Verabredung liess mich zu lange warten und ich war mir das ganz und gar nicht gewohnt. Ich tippte zickige Nachrichten und löschte sie sogleich, als der Nachbartisch meine Aufmerksamkeit auf sich zog:) Er und sie, sich gegenübersitzend und so merklich schweigend, so eisern und überdeutlich, dass man das Ungesagte zwischen ihnen leicht hätte in Scheiben schneiden können. Sie starrte auf ihre Hände, betrachtete wohl die Nägel, die wohlgeformt waren und in modischer Schlammfarbe, sie beugte und streckte ihre Finger immerfort, als hätte sie einen Kampf hinter sich. Er kaute etwas oder tat so, denn seine Kiefermuskeln spannten sich immer wieder von neuem, nachdem er sie wieder gelockert hatte. (Vielleicht beisst er sich auf die Zähne vor Wut – dachte ich und vergass die Verspätung meiner Verabredung, wünschte mir sogar, insgeheim noch etwas länger in meiner Beobachtung schwelgen zu können.) Die Stimmung zwischen den zwein war hypnotisch und ein sanftes Kribbeln erfüllte mich. Sie räusperte sich und ich ahnte, dass sie nun reden wollte. (Mit dem Kiefermuskel wirst du jetzt kein gutes Gespräch haben können – wollte ich ihr zuflüstern, der isst sich grad von innen auf, stör ihn nicht.) Aber sie hörte mein unhörbares Raunen nicht und sagte mit so zittriger Stimme, dass ich beschämt den Blick auf mein Nokia senkte und so tat, als würde ich wichtige Botschaften aus fernen Ländern erhalten.

S: Ich bin so dumm, dass ich dachte, dass du dir die Zeit nimmst, über uns nachzudenken.
E: (Er schwieg und kaute schneller. Ich sah zwar immer noch nicht auf, konnte es mir aber blühend vorstellen.)
S: Ich meine, wann wolltest du mir sagen, dass du unter „allein sein“ (wobei sie die Anführungs- und Schlussstriche mit den Fingern anzeigte – autsch!) das Pimpern irgendwelcher Tussis verstehst („Pimpern“ = Pluspunkt, „Tussis“ wieder Minuspunkt).
E: (Er sprach mit gesenkter Stimme, fast beruhigend, als hätte er Angst, dass sie ihm eine Szene machen würde, das kam mir bekannt vor) Ich weiss gar nicht, was dein Problem ist. Ich hab dir schon von Anfang an gesagt, dass ich dir nichts verspreche. Du wusstest, worauf du dich einlässt. Ich brauch halt meine Freiheit, bin nicht so auf Bindung und so (ich meinte in der Ferne Pferde wiehern zu hören und bekam Lust auf Kautabak & billigen Whiskey).
– Ey, und das sagst du mir jetzt nach 5 Jahren?
– Ich habs dir von Anfang an gesagt. (Ich schaute genug schnell auf, um sein Augenrollen mitzukriegen, aber auch er bekam meinen Blick mit und sein Kiefer schwoll wieder an, ich sah rasch weg.)
– Schaust du mich bitte an, wenn ich mit dir rede? (Er blickt sie folgsam und zugleich trotzig an.) Kannst du dir vorstellen, dass ich davon ausging, dass du Idiot dich mal ändern wirst?
– (Jetzt wurde er wütend, wahrscheinlich wegen dem „Idiot“.) Was…

(In diesem Moment kam meine Verabredung herein und entschuldigte sich so laut und umständlich, dass ich den Faden etwas verlor.)

S: … werd ich nicht. Kannst du vergessen. Du bist doch nichts anderes als ein Furz.

(Sie rauschte ab und ich beobachtete ihren Abgang mit einer gewissen Genugtuung, warf sogar einen spöttischen Blick zu ihm rüber. Doch irgendwie tat er mir leid, sah etwas geschrumpft aus, vor seinem grossen Bier, etwas bleich – der arme feige Junge.)