Archiv für März, 2010

Come on!

Posted in Allgemein on Freitag, 26. März 2010 by badana

Also Leute, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen, das muss ich euch jetzt erzählen. Letztens, nämlich, da surf ich rum und check mir auf Ron aus, was es so an Typen gibt, die sich treffen wollen auf ein Bier, ganz nett und easy, ohne wasweissich zu wollen.. Da hat auch einer geschrieben, der findet die gleiche Musik gut wie ich, geht am Donnerstag in die Zuki und spielt im Sommer Ping Pong auf der Bäcki – also dacht ich: Mann he, schon lange her, dass einer so richtig auf deiner Wellenlänge war und obwohl ich immer das Gefühl habe, dass nur Nerds so Inserate schreiben, weil die keine richtigen Freunde haben, hab ich ihm dann trotzdem geschrieben. Das ging dann so hin und her und er hat mir immer gleich zurückgeschrieben und ich nicht gleich, aber dafür gleich am nächsten Tag.. Irgendwann fragt er so: Na, solln wa uns jetz mal auf ein Bierchen treffen oder soll ich dir vorher noch von meiner Oma erzählen und ich – das hab ich eben im „In Touch“ gelesen, dass die Männer Frauen scharf finden, die sie nicht gleich erobern können – also schreib ich zurück: Ach, ich weiss nicht, erzähl mir mal bisschen mehr von dir (denn bis dahin hatten wir nur Scherzchen ausgetauscht). Und er so: Ja, was willst denn wissen? Und ich so: Ja, was machst denn so, zum Beispiel? Er so: Wenn ich dir das sage, dann willste sicher kein Bierchen mit mir trinken. Und dann hat er noch so ganz viele Twinkle-Smileys angehängt. Aber ich hab nicht locker gelassen und weitergebohrt und irgendwann hat ers mir verraten – haltet euch fest – er ist Mathematiker. Krasser Scheiss – hab ich geschrieben – tust du jetzt den ganzen Tag an so Formeln rummachen? Und dann hat er was geschrieben, das ich jetzt hier nicht verrate, das ist mir peinlich, egal. Auf jeden Fall hat er dann gesagt, wenn er mir jetzt noch was gesteht, dann werd ich nicht mal mehr mit ihm so chatten wollen und ich so: Come on, rück raus und zier dich doch nicht so. Und dann hat er geschrieben, dass er letztens so ein Riesenrätsel in der Mathe gelöst hat, das allealle immer schon lösen wollten und nur er hats geschafft. Und ich: Geiler Scheiss, dann bist du ja jetzt sicher so was wie berühmt. Und er: Tja, das wär ich, hatte aber null Bock auf den Rummel und hab darum auch auf die Million verzichtet. Und ich: Waaas? Und er: Ja, hast schon richtig gelesen, Süsse, mir ist meine Ruhe viel wichtiger als Kohle. Und ich: Jetzt aber nicht im Ernst, oder? Und er: Ja, doch, aber komm, lass uns treffen, vielleicht am nächsten Freitag, im „Kafi für dich“, um 20:00? Das wird lustig, sag einfach, wie ich dich erkennen kann – oder noch besser – schick mir ein Foto. Da sitz ich also und denk mir: Was ist denn das fürn Mongo, dass der ne Million sausen lässt. Der könnt sich doch ne ganze fucking Insel kaufen und den Rest des Lebens auf der rumlungern. Und plötzlich hat mich der Kerl so genervt, dass ich ihm geschrieben hab: Also gut, lass uns treffen. Anbei ein Foto von mir. Du wirst mich ganz leicht erkennen, Bebe, denn ich hab mir letztens so affenscharfe goldene Leggins im „Top Shop“ (weisst, ich war letztens mal übers w-end in Prag) gekauft. Ich sitz dann hinten bei der Spielzeugecke (ich mag eben Kinder sehr und will selber mindestens ne halbe Fussballmannschaft) und wart auf dich.

Ich hab dann zwei Tage nix von ihm gehört und dacht mir schon, dass mein Plan aufgegangen ist, aber dann hat er sich doch gemeldet und geschrieben: Sorry sorry für die späte Antwort. Ehrlich gesagt hab ich gedacht, du siehst – naja – etwas besser aus, aber easy, nix für ungut. Ich bin auch nicht gerade der Oberhengst und wahre Schönheit kommt ja von innen, nicht wahr?

Ich hab mal als erstes ne Runde schön ausgiebig gekotzt. Ich mein, echt jetzt, Leute, der war nicht nur ein Oberloser und Scheissfreak, sondern obendrein auch noch hässlich und esoterisch?
Nedu, irgendwann hat alles seine Grenzen. Punkt.

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Kill!Kill! zahlt 130 Millionen an seine Manager

Posted in Allgemein on Donnerstag, 25. März 2010 by drunkenjudge

Der Schweizer Grossblog kann auf ein erfolgreiches 2009 zurückblicken. Dies zahlt sich auch für die Top-Manager und insbesondere für die sechs Mitglieder der Konzernleitung aus.

Die mageren Jahre sind vorbei: Das Kill!Kill!-Management kann das Leben wieder geniessen.

Kill!Kill! schüttet für seine sechs Konzernleitungsmitglieder insgesamt 148 Millionen Franken Gehalt aus. Davon sind 89 Prozent Boni, die gestaffelt ausbezahlt werden. Top-Verdienerin ist Badana, die 1,25 Millionen Franken Basissalär bezieht. Auf sie wartet ein Bonus von 17,9 Millionen Franken.

Mehr als die UBS

Mit der Lohnsumme für das Top-Management übertrifft Kill!Kill! Grossbanken wie die UBS, die an ihre obersten Chefs knapp 69 Millionen Franken bezahlt und zudem noch etwa 40 Millionen Franken an ehemalige Management-Mitglieder überweist. Kill!Kill! hat 2009 mit 6,7 Milliarden Franken einen Gewinn ausgewiesen. Im Unterschied dazu schrieb die UBS 2,74 Milliarden Verlust.

Neue Kategorien überaus erfolgreich

Nach einem katastrophalen 2008 hat sich Kill!Kill! 2009 furios zurückgemeldet. Dank einschneidenden Strukturanpassungen und der Einführung der Kategorien «Ferkeleien & Sex mit Tieren» und «Blutbad & Totschlag» schaffte der Grossblog die Rückkehr in die Gewinnzone und konnte den Leserabfluss nicht nur stoppen, sondern gar Neuleser («Net new readers») dazugewinnen.

Äktschen!

Posted in Allgemein on Freitag, 12. März 2010 by badana

Heut morgen hat sich der Buschauffeur verfahren. Ja, einfach verfahren. Ich mit meinem Orientierungssinn dachte anfangs noch: Ui komisch, diesen alten Schuppen mit dem Retroschild hab ich ja noch nie gesehen und auch nicht dieses Männchen vor der Bäckerei, dessen zwei Füsse zwei Sandwiches bilden, was es alles zu entdecken gibt, in der Pampa.. Wahrhaftig grauslig. Aber dann ist ein Mitreisender zum Chauffeur gegangen und hat ihm gesagt, dass das der falsche Weg sei – da gehts durch – hat er gesagt und mit einem Hitlergrussarm nach links gezeigt. Daraufhin wurde es hektisch und der Fahrer hat so aufs Gas gedrückt, um die gigantische Verspätung von 5 Minuten aufzuholen, dass der ältere Herr neben mir in einer Kurve fast vom Sitz gefallen ist. Jedes Mal, wenn ein neuer alter Mensch aus der Pampa in der Pampa in unseren frechen Bus eingestiegen ist, gabs Schelte für den Fahrer, der sicher ganz arg schwitzte und in sich drin all die verschrumpelten Spiesser dieser Welt verfluchte.

Ha, hat er sich sicher bei jedem einzelnen gedacht, du elender, alter Schlammsack, wenn du in der Ukraine Bus fahren würdest, hättest du was zu meckern bis du tot bist. Denn da schliessen die Türen nicht und alle halten dir ihren Hintern ins Gesicht und wenn du aufstehst, fällst du garantiert auf die Fresse, selbst wenn du deine Füsse auf den Busboden tackerst.

Das hat er sicherlich gedacht und dabei noch mehr aufs Gas gedrückt – in der Hoffnung, dass einer dieser instabilen Grummelgreise doch noch vom Sitz runterpurzelt.

Ist die Modewelt am Ende?

Posted in Allgemein on Donnerstag, 11. März 2010 by drunkenjudge

Alles Banane

Posted in Allgemein on Sonntag, 7. März 2010 by badana

Letztens war ich wild am Tanzen, den Blick artig auf die eigenen Füsse gesenkt – und da kommt einer vorbei – natürlich reicht er mir nur knapp bis zur Brust und ist zudem ziemlich haarig – und bleibt vor mir stehen – breitbeinig, sein Bierglas leicht schwenkend – ich spür seine aufdringliche Viehschau, sein anbiederndes Grinsen, starr aber weiterhin angestrengt auf meine Schuhspitzen und er – der kleine Mongo – checkts nicht und nachdem er schon fünf Minuten ins Leere gebaggert hat – kommt er nun näher und sagt gedehnt und seine Reisszähne bleckend: He du. Ich dreh mich tänzelnd ab und er kommt wieder näher und sagt: He du, du bisch ganz ä Frechi, gäll.. Darauf erwidere ich mit dem empörtesten Gesichtsausdruck eifrig und bestimmt: I-i-ich b-b-bi-in im Ff-fall n-n-icht f-f-f-frech, m-meine M-mama sagt, i-i-ich b-bin ein-ne sch-schööööne P-p-p-prin-nzess-ss-sin.

Tja, einer meiner Profs hat mal gesagt: „Dem Menschen eröffnen sich in der Bedrohung drei verschiedene Wege – der Aufstand, die Demut und das Schauspiel.“ Da soll mal einer sagen, die universitäre Bildung sei weltfremd. Pfff. Sind doch sowieso überall die gleichen Affen.

Bitte füllen bis zum Rand.

Posted in Allgemein on Sonntag, 7. März 2010 by badana

Manchmal fühl ich mich so:

Nach dem Kater ist vor dem Kater

Posted in Allgemein on Freitag, 5. März 2010 by drunkenjudge

«Viele können, werden sie mitten in eine Gesellschaft geschmissen und fangen dort in ihrer Not an zu sprechen, damit nicht mehr aufhören. Ihr Redefluss reisst sie mit. Trinken sie ausserdem noch Alkohol dazu, schwillt ihre Rede an zu einem tosenden Strom. Das dumme Zeug selbst auszuhalten, das einem unter anderem in diesem Strom mit aus dem Mund stürzt, ist fast noch schwerer, als den Mund zu halten und es, das dumme Zeug, in seinem Inneren einzusperren und es darin glucksen zu hören.» (Matthias Zschokke, Maurice mit Huhn.)

Throw yourself away (Erwin Wurm)