Archiv für Oktober, 2009

Kafi Chueschwanz und jodelidu

Posted in Allgemein on Dienstag, 6. Oktober 2009 by badana

Ich war gestern in den Bergen und hab ins gfürchige Änziloch gekuckt, wo die Änzilochjungfrau mit all den verstossenen Seelen weilt und wo es im Frühling immer die Nagelfluhwände runterpoltert – ohne Unterlass. Nach der Braunviehschau, an der ich meine Angst vor Kühen entdeckte, fand eine Bauernchilbi statt, wo wir Kafi Chueschwanz bis zum Abwinken tranken und ich fast vom Feschtbänkli flog.

Das Leben ist momentan so spannend, dass ich kaum zum Nachdenken komme – und das ist schüüli gföhrli, denn zack, fallen einem die alten Geister in den Nacken, wenn man müde ist und schwach. Oder man erwacht plötzlich und ist ein bisschen böse geworden vor lauter Ignoranz und Selbstgefälligkeit und dann sieht man sich auf einmal alte Frauen treten oder kleine Kinder zwicken. Ich habe mir darum vorgenommen, jede Woche einmal über mein Leben nachzudenken. Kurz zu verharren und auf der Wiese (meinem Bett) zu liegen, alle Viere von mir gestreckt und zu grübeln, ob ich ein guter Mensch bin.

In den Bergen, da gehen sie immer beten, wenn sie Scheisse bauen. Ich, jedoch, werde mich mit meinem Superego auf der Metaebene zusammentun und beide werden wir mild lächeln und kopfschüttelnd auf mein irdisches Ich herunterschauen, das hadert und ächzt im immerwährenden Kampf um etwas Seelenheil.

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Teufelskerl jagt Nazi-Ente: Das sind Norman Irish’s High-Tech-Tools

Posted in Allgemein on Montag, 5. Oktober 2009 by drunkenjudge

Wenn Mut einen Vornamen hat, lautet er Norman. Wenn Mut ein Vorname ist, lautet sein Nachname Irish. Fünf Monate ist es mittlerweile her, seit der abgebrühte Abenteurer mit seinem U-Boot im Toplitzsee abgetaucht ist. Sein Ziel: Die sagenhafte Ente aus purem Gold, die ein hochrangiger SS-Offizier kurz vor Ende des 2. Weltkriegs im See versenkt hat (Kill!Kill! berichtete).

Seither ist es still geworden auf dem Toplitzsee. An der Oberfläche ist von Irish und seinem Tauchboot nichts zu sehen, dafür ist der See schlicht zu tief. Fachleute rechnen jedoch damit, dass der 77-jährige Amerikaner seine Mission in wenigen Tagen abschliessen wird. «Ihm geht demnächst die Luft aus», glaubt der deutsche Nautik-Experte Jens «Keule» Hoffmann.

Wird Irish die Sensation gelingen? Wird er den goldgefiederten Schatz im Schlepptau haben, wenn er aus den Tiefen des Toplitzsees zurückkehrt? – Noch gibt es keinen Grund, die Hoffnung aufzugeben. Denn Irish kann nicht nur auf ein Team routinierter Profis zählen – auch seine Ausrüstung ist vom Feinsten. Mit an Bord sind unter anderem diese High-Tech-Tools:

«Carbon Phantom»-Harpune: Zittere, elendes Entenvolk, zittere!

Carbon Phantom Harpunen: Die einteiligen Präzisionsharpunen sind aus Nylon gefertigt und absorbieren Vibrationen. Dadurch ist genaues Zielen selbst mit starken Blähungen kein Problem. Ihre 6,5mm-Pfeile töten auch sehr fette Enten in wenigen Minuten.

FishFinder 300: Selbst blinde Hühner finden damit Körner.

FishFinder 300: Von blinden Hühnern empfohlen

FishFinder 300: Ein Dual-Beam-Schwinger der Extraklasse, herkömmlichen Echoloten weit überlegen: Dank patentierter «See-Thru®»-Technologie ist es Irish mit diesem Gerät möglich, nicht nur schwache, sondern auch starke Signale zu empfangen. Dadurch werden nicht nur Fisch- sondern auch Entenechos angezeigt – selbst wenn sich die Tiere auf dem Seeboden aufhalten. Praktisch: Die «Depth Controlled Gain» (DCG®) passt die Wiedergabeempfindlichkeit automatisch der jeweiligen Tiefe an.

Tempur-Matratzen machen Schluss mit wunden Ärschen

Tempur-Matratzen: Schluss mit wunden Ärschen

Tempur Matratzen: Diese Matratzen haben eine viskoelastische Oberfläche und passen sich darum dem Körper ausgezeichnet an. Davon profitiert nicht nur der Rücken des 77-jährigen Irish – auch seinem Team verschafft die High-Tech-Matte einen erholsamen Schlaf, da empfindliche Körperregionen optimal abgestützt werden. Ursprünglich für die Raumfahrt entwickelt, hält das Material extremsten Belastungen stand, beispielsweise starken Blähungen.

Gulasch: Essen wie Gott im U-Boot

Gulasch: Essen wie Gott im U-Boot

Kesselgulasch «Bombe» : «Kein Tauchgang ohne Gulasch!» lautet der eiserne Grundsatz von Norman Irish. Der Abenteurer setzt auf ein Spezialrezept: Neben Rindfleisch, Zwiebeln, Paprika, Kümmel und Knoblauch versetzt er sein köstliches Kesselgulasch mit einer tüchtigen Prise Majoran und Petersilie. Dazu wird Schnupftabak gereicht. Weil es starke Blähungen verursacht, nennt Irish sein Gulasch liebevoll «Bombe». Das schmackhafte Gericht dient der Crew übrigens nicht nur zum leiblichen Wohl, es hat auch eine Warnfunktion: Schimmelt es, wird aufgetaucht.