Archiv für Mai, 2008

Die Entenfrage

Posted in Allgemein on Mittwoch, 28. Mai 2008 by badana

Fragt ihr euch auch manchmal, weshalb Enten keine Hände haben?

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ÖÖÖH ÖÖÖÖÖHÖÖH ÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHH! ÖÖÖÖÖÖÖÖH! ÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHHHH ÖÖÖÖÖÖH ÖÖÖÖH ÖH ÖH ÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖHHHHHHH!

Posted in Allgemein on Montag, 26. Mai 2008 by kobrra

so, und weil die death metal-sprache keine sau versteht, hier die übersetzung:

gestern war wieder einmal metalltag. zu luzern baten NAPALM DEATH und SUFFOCATION suljo bencer, MatSac und mich zu tisch: serviert wurde death metal und grindcore vom feinsten, sowie jungfrauenblut (2004) und frittierte fledermausköppe. alles natürlich in schädelhälften. und wer jetzt denkt, dies wird ein detaillierter konzertbericht, der täuscht sich, denn mehr gibts dazu (beinahe) nicht zu sagen. ausser, dass napalm death seit 27 jahren (!) platten aufnehmen, und darüber hinaus im günes-buch der rekorde stehen – für den kürzesten döner aller zeiten: „you suffer“ dauert 1,7 sek (das komplette werk besteht aus einer strophe und einem refrain).

interessanter, als das konzert an sich, waren folgende beobachtungen:

der star ist die doublebass: typischerweise wird die basstrommel in dieser musikrichtung so gespielt, dass sie klingt wie ein maschinengewehr. und dies snare auch. seien wir ehrlich: alles andere muss man entweder nicht unbedingt hören (gitarre, bass), oder man versteht kein wort davon (gegrunze): so oder so wird alles dermassen schnell und – man muss es festhalten – virtuos gespielt, dass töne bei der geringsten verzerrung kaum auseinanderzuhalten sind. deshalb konzentriert man sich auf „ta-ta-ta-ta-ta-ta-ta-ta“ bei 250 bpm, und das reicht.

deathmetaller sind christen: sie schmücken sich zwar mit teufelssymbolen, sind und bleiben aber christen. denn: wer an den tefi glaubt, der ist auch gott-affin. (dank für die anregung an suljo!)

tanzbar?: bis anhin hätte jeder normale (höhö) mensch (hhöööhhööö) gesagt, zu death metal könne man nicht tanzen. nun, der sänger von suffocation belehrt die welt eines anderen. gehet hin und sehet!

metaller sind scheisse!: jaja, das ist ein alter hut, und dennoch fällt mir jedes mal von neuem die diskrepanz zwischen coolness der mucke und verschissenheit der zuhörer auf. fuck, echt! wenn da die tollen t-shirts mit den lustigen backprints nicht wären…

genau, backprints: folgende habe ich gestern notiert: teach children to worship satan. everything louder than everything else. hell over paradise. massacre remains. the art of sickness. spiral of violence. they made me do it. servants of progress. grind your brain. scream bloody gore. souls to deny. bathe in the entrails of you. bloodsplattered satisfaction. the end complete. war is a state of mind that kills (höhöhö!). god’s busy [bild des teufeleins] can i help you?. devoting preachers of holiness proclaiming myself as god. merke: an einem death metal-konzert steht man immer zuhinterst.

genau, frontprints: fast genau so lustig sind die frontprints. aber darüber ein andermal.

ÖÖÖÖÖÖH ÖÖÖÖÖÖH ÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖÖH!

http://www.napalmdeath.org
http://www.suffocation.us

Tiefpunkt – ein Exkurs der Gedanken

Posted in Allgemein on Montag, 26. Mai 2008 by badana

Manchmal denke ich: Ich komme um in dieser Welt, die keine Nischen für mich bereitzuhalten scheint. In solchen Momenten befällt mich ein so urplötzliches und unmittelbares Gefühl der Verzweiflung, dass alles in Nebel und Watte versinkt. Vorher kann da sogar ein kurzes Glück sein, eine schwelgerische Leichtigkeit. Im nächsten Augenblick ist alle Lebensfreude wie weggewischt.

Alles scheint willkürlich. Meine Anwesenheit hier. Oder dort. Einerlei.

Nur die Liebe vermag bisweilen mit trostvollen Bildern zu locken. Doch hier ist Misstrauen angebracht, denn die Menschen sind fahrig und leidenschaftslos in ihren Streifzügen durch die Gefilde der Liebe. Mir schwant wahrlich Dunkles, wenn ich an wirkliches Lieben denke – ein Darben im Alltag begleitet von zehrender Sehnsucht.

Wenn Francis Bacon sagt: Ich bin von Natur aus Optimist. Dann möchte ich ihm in sein eitles und heuchlerisches Gesicht schlagen. Er wusste um die Verlorenheit und Vergänglichkeit aller Dinge. Ich sehe das in seinen Bildern. 

Es gibt mitunter zwei Lichtblicke, die den Menschen in Zeiten der Schwärze am Leben erhalten können: Die Wut und die Selbstironie. Sie bieten Fluchtwege aus Einöde und Trauer.

Ich verstehe Joseph Beuys, wenn er sich in „Filz TV“ selbst die Fresse poliert.

Wenn ich eine Armee zur Verfügung hätte, die aus Zombies und Werwölfen bestehen würde: Ich legte das alles in Schutt und Asche. In diesem Augenblick.

Ich würde selbst den Phönix zertreten.

Denn:

Mit mir soll alles enden.

Mein momentanes Lieblingszitat

Posted in Allgemein on Montag, 26. Mai 2008 by badana

 

„Hauptsache, ich komme irgendwo hin“, sagte Alice.
Das wirst du sicher, wenn du nur lange genug gehst“,
sagte die Katze.

 


Das ist der Hafer- und Bananenblues

Posted in Allgemein on Montag, 26. Mai 2008 by badana

Scheiss auf die Mainzelmännchen Anton, Berti, Conni, Det, Edi, Fritzchen. 

Es leben Äffle und Pferdle!

CocoRosie’s Liebreiz

Posted in Allgemein on Mittwoch, 21. Mai 2008 by badana

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich hielt gerade kurz inne und fragte mich, ob Liebreiz wohl das richtige Wort ist, um diese zwei koboldartigen und kindlichen Schwestern sowie ihre musikalische Vielseitigkeit zu umschreiben (bestehend aus pop-affinen Liedern, sphärischem Operngesang, fettem Beat-Geboxe und Kinderplastikinstrument-Klängen).

Und ja, es ist.

Ihr habt es sicherlich erraten – ich war gestern am CocoRosie-Konzert im Kaufleuten (wieder! huärä Schickimickischuppen!) und es hat mich einfach umgeblasen. Die Müdigkeit war verflogen, die Sorgen verblasst – ich dachte: Kunst kann so unglaublich trostvoll sein, dass alles andere nichtig wird: der Trott, die Langeweile, die zermürbenden Selbstzweifel, die Angst vor der Einsamkeit und vor dem Versagen.

Alles wisch und weg.

Es braucht keinen anderen Rausch, es gibt nichts Klareres als den einen Moment, in dem Kunst fühlbar wird, die Haut durchdringt, die Organe zerpflügt, die Hirnwindungen entlang rast bis zum Mittelpunkt der Gedanken. Dort verweilt es kurz, spendet Mut, Inspiration und Antrieb.

Doch eine bohrende Frage bleibt – ein schmerzender Dorn unter dem Nagel:

Weshalb verflüchtigt es sich? Wie kann man es konservieren?

Weshalb verlässt es mich?

Weshalb??

..

sie kommen wieder: roboter! verflucht, sie sind roboter!

Posted in Allgemein on Dienstag, 20. Mai 2008 by kobrra

kalt. maschine. aggressiv.

hart. synthetisch.

gefühllos.

und dennoch lebendig.

vier mit talentlosigkeit (huuuuu!) gesegnete jungs nehmen 1995 eine hammerplatte auf, setzen massstäbe und sich selbst ein denkmal. ich konstruiere (d.h. erlüge) jetzt mal die entstehungsgeschichte: pläne – songs – sie stellen fest: der sänger kann nicht singen. der schlagzeuger nicht schlagzeug spielen. den bassisten hört man nicht. und der gitarrist muss sich selbst samplen – hartes üben, nichts kommt dabei heraus – sie ziehen den einzig logischen schluss aus alledem und machen aus der not eine tugend: sie lassen sämtliche klänge durch den computer rattern, verleihen jedem geräusch eine unmenschliche präzision und klarheit, und verkaufen dies als angestrebtes „mensch-maschine“-konzept.

verflucht clever. verflucht gut. – auch wenn alles, was an der mucke hätte organisch klingen können, mechanisiert wurde und so weit von allem lebendigen entfremdet, dass man berechtigterweise androiden hinter dem projekt vermutet. auch wenn jedes gefühl amputiert wurde. jedes. da hat’s nicht einmal platz für hass.

„Demanufacture“ ist klinisch rein. „Demanufacture“ ist unmenschlich. „Demanufacture“ birgt nicht eine einzige liebliche stelle, nicht einen einzigen weichen ton.

hör’ es dir an:

fear factory : demanufacture : replica

fear factory : demanufacture : demanufacture

„Demanufacture“ klingt, wie das cover aussieht.

www.fearfactory.com/

www.myspace.com/fearfactoryofficial