Ich steh’ auf Pfauenfedern. Ich steh’ ausserdem auf Chöre in merkwürdigen goldenen Roben und bärtige Gitarristen mit Hut. Zudem steh’ ich auf Blasmusiker, die Perücken tragen. Ganz besonders aber steh’ ich auf Nina Persson.
Und während ich mir gut vorstellen kann, dass viele meine Ansichten über Kopfschmuck, Kleidervorschriften für Chordamen und Gesichtsbehaarung von Gitarristen ebenso wenig teilen wie meine Vorliebe für antiquierte Toupets, so zweifle ich keine Sekunde daran, dass mir in Bezug auf Nina Persson jedermann zustimmen wird (zumindest im aus Sicht engagierter Gender-Studentinnen diskriminierenden Sinn).
Ob all das der Fall ist, lässt sich anhand des Auftritts von A Camp überprüfen, jener beneidenswerten Band, die Nina Persson zur Sängerin hat.
Dazu gibt es für alle jene Getreuen, die diesem Text bis hierher gefolgt sind, noch zwei Bemerkungen. Für all jene, die schon nach den ersten Zeilen nicht mehr weiter gelesen haben, noch drei.
1. Unglücklicherweise teilt Nina Persson meine Vorliebe für bärtige Gitarristen. Einer von ihnen ist ihr Mann.
2. Der Song ist grossartig.

Auch bewunderte Menschen wie Nina Persson müssen ihre Füsse mit Schuhwerk vor schädlichen und unangenehmen Umwelteinflüssen wie kleinen Steinchen oder glimmenden Zigarettenstummeln schützen.