Archiv für Dienstag, 7. Juli 2009

Schock: 47 Prozent der KillKill!-Leser inexistent

Veröffentlicht in Ich liebe dich, mein liebes Ich, Jesus etc., Nix für Analphabeten am Dienstag, 7. Juli 2009 von drunkenjudge

Die Medienkrise verschont auch Kill!Kill! nicht: Rund die Hälfte der Leser des Qualitätsblogs sind schlicht nicht existent, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Fatal: Die Anzeigenkunden springen ab, die Kill!Kill!-Redaktion fürchtet um ihren Verstand.

«Bist du?» wollte Kill!Kill! kürzlich von seinen Besucherinnen und Besuchern wissen. Die Resultate der existenziellen Umfrage sind ein Schlag ins Gesicht, denn nur 53 Prozent der Leser haben die Frage bejaht – die andere knappe Hälfte «ist nicht».

«Dass ein derart grosser Teil unserer Zielgruppe nicht existiert, stellt den Sinn unserer Arbeit mehr als nur in Frage. Wir stehen vor einem Abgrund», jammert ein Kill!Kill!-Mitarbeiter, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will.

Nicht da: Kill!Kill!-Leser

Nicht da: Kill!Kill!-Leser

Weniger Produktionsaufwand dank transzendenten Beiträgen
Aus dem Blog-Umfeld ist zu vernehmen, dass man bei Kill!Kill! derzeit verschiedene Ansätze prüfe, um sich aus der Misere zu befreien. «Diskutiert wird die Publikation inexistenter Beiträge, um die Leser quasi bei ihrem eigenen ontologischen Status abzuholen», will ein «Freund» der Redaktion wissen. Da die Produktion weniger aufwändig wäre, könnten beim Personal massive Einsparungen vorgenommen werden.

Ob Kill!Kill! damit nicht den Teufel mit dem Beelzebub austriebe? Schliesslich würde der Blog mit inexistenten Beiträgen in publizistischer Hinsicht Neuland beschreiten. Ob der Blog seine Anzeigenkunden für das schwer verständliche, metaphysische Konzept gewinnen könnte, ist mehr als fraglich. Zudem liefe Kill!Kill! mit einer solchen Strategie Gefahr, die kleine Mehrheit der realen Leser zu vergraulen.

Mit Kant durch die Krise?
Gangbarer scheint ein zweiter Lösungsansatz, von dem gut informierte Kreise wissen wollen. «Kill!Kill! denkt laut über eine kantianische Rosskur nach», verrät der Vertrauensarzt eines Kill!Kill!-Verwandten. Mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit orientiert sich diese Rosskur am zweiten Satz von Kants Principiorum primorum cognitionis metaphysicae nova dilucidatio: «Es gibt 2 erste Grundsätze: a) Alles, was ist, ist und b) Alles, was nicht ist, ist nicht.» Allerdings hat auch dieser Lösungsansatz einen Haken. Schliesslich müsste das Blog-Management endlich zur Erkenntnis gelangen, dass nicht-seiende Leser nicht sind. Ganz einfach ist das nicht.