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Veröffentlicht in Uncategorized bei Donnerstag, 14. August 2008 von kobrra

“breathe out, so i can breathe you in.” ( foo fighters : the colour and the shape : everlong )

vielleicht denkst du, diese textzeile sei pathetisch. womöglich hast du recht. neinnein, du hast sogar ganz bestimmt recht.

du sollst auch gar nicht verstehen, wieso du dich irrst. und das liegt nicht einmal nur an deinem fauligen odem.

sondern an mir.

jetzt ist es an mir.

Über die Liebe

Veröffentlicht in Uncategorized bei Donnerstag, 14. August 2008 von badana

Die Liebe ist ein Nachtschattengewächs. Kein Kuss von Klimt, sondern ein Schlüsselbein von Schiele. Im Prozess des Alterns kann der Mensch vergessen, was Liebe ist. Er wird klein, schrumpelig und dabei im Kopf zu sperrig für grosse Gefühle. Der Alltag wird zu einer Spielwiese seiner kümmerlichen Dekadenz, mit seiner Grillzange dirigiert er den unhörbaren Soundtrack zu seiner eingezäunten Freiheit. Ein Gott der kleinen Dinge, der auf seinem Thron aus portionierten Liebschaften ausharrt und beflissen die Zeit bis zu seinem Tod abarbeitet.

Ich trachte oftmals danach, dieser moraldurchtränkten Litanei abzuschwören. Mein Mund formt Worte wie Toleranz, Offenheit und Beweglichkeit, aber der Rest von mir verkrallt sich verbissen in Ideale und Werte und dem Bedürfnis nach Tiefe. Oft wünsche ich mir sehnsuchtsvoll, dumm zu werden oder wenigstens liederlich, dann könnte ich dieser Ernsthaftigkeit und Schwere, zu der es mich immer wieder hinzieht, entsagen.

Ich sehe, wie sich Menschen flüchtig treffen, wie sie sich streifen in ihrem gehetzten Dasein, Liebe spielen im Schatten des Grossstadtlebens, dann wieder scheiden, ohne Spuren im anderen zu hinterlassen.. Und ich empfinde es als himmelschreiende Ungerechtigkeit, dass ich immer in diesem deprimierenden Gedankenkarussell herumkreisen muss, die abgesplitterte Farbe der Schaukelpferde betrachtend.

Ich denke, ich mach es wie Zündel und wähle den Wahnsinn als Flucht vor der lieblosen Welt. Ich zieh mir eine Zipfelmütze über, schreie so etwas wie “Magda, du Hure, du liebst mich nicht.”, ballere in die Luft und verschwinde dann spurlos, nur einen Zettel hinterlassend mit folgender Nachricht:

Bis auf Weiteres abwesend.

kunst in braunen h(em/än)den

Veröffentlicht in Uncategorized bei Mittwoch, 13. August 2008 von kobrra

tja. eigentlich darf man an den herren in braunen hemden ja aber auch gar kein gutes haar lassen, aber man muss schon zugeben, sie hatten einen ziemlich ausgeprägten (und guten) kunstgeschmack. (jaja, ich weiss um die umstände des beschaffens, und ich weiss um den ideologischen hintergrund, und ich finde diese diskussionen langweilig. ich spreche hier von kunst, und nicht von kunstraub, von kunst, und nicht von politik.)

wenn man sich durch die datenbank des deutschen historischen museums zum “sonderauftrag linz” kämpft, erkennt man, dass sich das nazi-regime wohl einige kunsthistoriker und -experten geleistet hat. und man erspürt ein wenig das wahrscheinlich grösste mysterium an den nazis: die beinahe alles umgebende bigotterie. die herren waren schwul, drogensüchtig, hatten jüdische oder nicht-deutsche wurzeln, schätzten provokative kunst - nach aussen jedoch verheiratet, sauber, urdeutsch. die nazis waren klassische, kleinkarierte bürger.

kunst ist gefährlich. denn sie droht den eigenen biedermeier-horizont zu sprengen.

Carl Spitzweg: Der Schmetterlingsfänger (1840)

Horror

Veröffentlicht in Uncategorized bei Dienstag, 12. August 2008 von badana

Ich erwachte langsam, meine Augenlider schienen Tonnen zu wiegen. Tief im Schädel drin wummerte ein dumpfes Pochen. Schlimmer kanns nicht kommen, dachte ich, erschrak, da sich jemand über mich beugte - doch da holte der Mann bereits aus und schlug mir ins Gesicht. Meine rechte Gesichtshälfte fühlte sich taub an und als ich mit der Zunge über den Mundwinkel fuhr, schmeckte ich das Metall meines Blutes. Er starrte mich an und sein Kiefer zitterte. Ich konnte nicht klar denken, er hatte mir wohl das Gehirn durchgeschüttelt.

“Wieso..”, begann ich und versuchte aufzustehen, doch da hieb er mir mit seiner Faust volle Pulle in den Magen. Ich sackte auf die Knie und erbrach mich auf den schwarzweiss gekachelten Küchenboden. Mit dem Ärmel wischte ich mir den Mund ab und sah durch einen Tränenschleier, wie er mit dem Bein ausholte, um mich zu treten. Ich robbte unter Schluchzern rückwärts bis ich die Türe in meinem Rücken spürte.

Ich versuchte, mich zu erinnern, wer dieser Mann war und wo ich war - tastete den Raum schnell mit den Augen ab und suchte nach irgendeinem Hinweis, der mir Aufschluss über meinen Aufenthaltsort geben könnte. Doch die Wände waren kahl und nackt, die Küchenschränke waren abmontiert worden, ich sah nur Dübel und hinter abgeschabter Farbe grauen Beton.

Der Mann kauerte vor mir nieder und betrachtete mit verzerrtem Gesicht das Erbrochene, das ich bei meinem Fluchtversuch über den Fussboden verstrichen hatte. Er entblösste seine Zähne, das Geräusch, das er von sich gab, klang wie ein Fletschen. Dann heftete er seinen bohrenden Blick wieder auf mich und erhob sich.

Er hatte bis dahin kein Wort gesagt und ich begann ihn anzuschreien “Sag was, du verfickter Wichser, sag was..”. Ich spürte, wie mir die Rotze runterlief, sich mit dem Blut vermischte und von den Tränen weggeschwemmt wurde. In diesem Moment empfand ich weder Scham noch Angst, nur kalte Wut und Fassungslosigkeit.

Plötzlich hörte ich eine Türklingel, ich begann zu rufen, doch er war rasch bei mir, packte mich an den Haaren und schleuderte meinen Kopf gegen die Wand. Ich sah nur noch Funken und sackte weg.

Als ich wiederum erwachte, spürte ich keinen Schmerz, aber ich konnte mich nicht bewegen. Irgendetwas schnitt mir ins Gesicht und ich fühlte mich seltsam körperlos. Ich war erleichtert, da ich den Mann nirgends entdeckte. “Ein Albtraum?” - fragte ich mich, aber dann sah ich das viele Blut.

goliath vs. golem

Veröffentlicht in Uncategorized bei Mittwoch, 6. August 2008 von kobrra

den schulde ich noch: vorletztes wochenende fuhr ich mit suljo bencer, radus und manurzchychrz nach prag, eine meiner absoluten lieblingsstädte. die frage “warum gerade prag?” beantwortet sich sehr leicht: einerseits wollten suljo, radus und ich potenziell erbratenes ferkelfest-geld dort in schnaps und billiges bier wechseln, andererseits mag ich diese stadt aus einem mir nicht klar bekannten grund seht. (nun, letztlich mussten wir unsere eigenen kröten krönen, und manchmal spürt man mit einer stadt einfach eine bestimmte verbundenheit, so als wäre man schon tausend mal dort gewesen - und in meinem fall stimmt das beinahe auch.) jedenfalls war auch die gelegenheit günstig, denn THE MARS VOLTA zettelten einen dreckigen strassenkampf zwischen ihrem goliath und prags golem an. so viel schon einmal vorweg: der kampf endete in einem draw - dem golem steckte ein abgebrochener flaschenhals in der brust, dem goliath eine gebrauchte spritze im auge.

der ausflug begann - wie immer - mit hindernissen, in diesem fall mit der unlust der deutschen, die autobahn zwischen bregenz und münchen endlich fertig zu stellen. aus möglichen 3 wurden 6 stunden fahrt. fuck auch. aber das ist ganz und gar uninteressant. viel lustiger war, dass ich morgens um 3 in prag gleich durch zwei fahrverbote bretterte, verfolgt von der bullerei. die laberten was von 400 euro strafe, und dass die 20 eier, die ich dabei hatte, nicht wirklich reichen würden, aber dass 50 schon eine ganz andere geschichte seien. wenn ihr jedenfalls in ein verdattertes schmier-gesicht blicken wollt, dann bejaht in osteuropa folgende frage: “soll ich in diesem fall die busse an ihre botschaft weiterleiten, und die lassen sie ihnen vielleicht zukommen?”. und gleich darauf verneint man die folgefrage: “sie wollen wirklich nicht einfach 50 euro zusammenkratzen? durch viert wären das ja gerade mal 12 euro 50…” tja. wie soll ich auch wissen, ob man in tschechien die bullen bestechen darf? (für serbien wüsste ichs verflucht genau.) aber eben. vielleicht erhalte ich dann ja bald einmal einen netten brief aus prag.

samstag war stadtbummel. dann essen. dann extase. ohne mit der wimper zu zucken katapultierten mich THE MARS VOLTA in eine andere dimension, in eine transzendentale parallelwelt. keine ahnung, wie die jungs das machen, aber sie reissen mir die seele aus dem gläsernen leib, reinigen sie und betten sie sachte zurück in mein fleisch. sie machen aus einer höhle ein haus. aus verbitterung und ohnmacht liebe und ruhe. aus einem formlosen klumpen eine persönlichkeit. und eigentlich müsste man ihnen danken - doch es sind künstler. jedenfalls habe ich in einem drogierten anflug von “ich kaufe alles: schlüsselanhänger, gartenhandschuhe, golfschläger. alles.” ein shirt der band gekauft, in dessen aufdruck man sich spiegeln kann, und das über und über mit glitzerzeug bestäubt ist. ein tolles souvenir.

hört euch den scheiss mal an - vor allem die “nissan live sets on yahoo!

der anschliessende ausgang mit koma-pflicht wurde überschattet durch einen tragischen unfall: manurzchychrz ist auf der damentoilette des “roxy“-clubs wegen eines plötzlichen schwächeanfalls ausgerutscht und hat sich an der wand das gesicht aufgeschlagen. ich glaube die offizielle version für ihre familie war die, dass sie, bier in der einen hand, zigaretten in der anderen, einen messerangriff auf uns drei schwächliche jungs abwehrte - mangels freier hand halt mit dem gesicht. eine durchaus glaubwürdige geschichte, wie ich finde. aber irgendwie kamen wir nicht mehr so in die gänge, und um 2 war sense. nach so einem konzert ist man aber auch übel ausgelaugt.

genau so, wie wenn man einen so langen beitrag schreibt. und deshalb erspare ich euch die sonnen- und schattenseiten eines “oben ohne” verlebten konzertes in prag. (rrrrrrr!)

Angst

Veröffentlicht in Uncategorized bei Dienstag, 5. August 2008 von badana

Bisweilen lässt mich die Furcht vor allerlei Dingen erstarren und während die Unrast meine Brust zerreisst, wirkt das Gesicht wie eine stählerne, maskenhafte Fratze:

Seit mir eine Kollegin erzählt hat, dass ihr ein leuchtendes Kreuz an der dunklen Wand vor ihrem Bett erschien, habe ich Angst einzuschlafen, denn ich will nicht an Gott glauben. Eine andere Freundin erzählte mir vom Schlaffwerden des Halses und seither altert meiner in Lichtgeschwindigkeit und wirft Falten wie einer dieser gezüchteten Hunde, die ich eigentlich mag, aber nicht an mir dran. Ich fürchte mich vor gewissen Worten, wenn jemand “Chapeau” sagt, muss ich immer auf meine Tastatur kotzen. Auf das Riesenrad kann ich nicht, da muss ich fast Pipi machen, da es so hoch ist und gwackelig und ich habe Angst, in eine Tomate zu beissen, da es dann so spritzt. Wenn ich Wurst im Sternen esse, dann befürchte ich, zu viel scharfen Senf zu vertwütschen, denn dann tränen meine Augen wie wild und verschmieren meine Schminke, das sieht dann unattraktiv aus, aber ich möchte doch immer so schön sein wie möglich. Ich fürchte mich, alleine und ungeliebt zu sterben, da niemand meinen Humor mag und meinen Trick mit den Grissinis in den Nasenlöchern. Mir grausts, wenn ich an all die Sonntage und Montage und Dienstage denke, die noch vor mir liegen, und dass ich in kein Geschichtsbuch eingehen werde. Ich habe Angst vor mir und meiner Faszination für Krankheiten und tote Tiere. Mich schauderts, wenn ich an all meine verstaubten Träume denke und daran, dass ich keine Haftpflichtversicherung habe, denn es könnte ein Junkie vorbeikommen und meine Fensterscheibe einschmeissen, und dann wäre ich ganz schön im Arsch. Ich fürchte mich davor, zu intelligent zu sein und auch davor, dass ich nicht mehr zu Parties eingeladen werde. Oft bibbere ich beim Gedanken, dass ich von einem bösen Dämon besessen sein könnte, und dass mich jemand Tag und Nacht beobachtet. Ich fürchte mich vor augenrollenden Pferden und kleinen, nach alten Kippen stinkenden und grellwandigen Aufzügen. Mich tschudderets vor Italienern, die das “R” nicht rollen und vor Panflötenmusik, die an hohe Berge erinnert.

Ich weiss jetzt, dass ich lernen muss, meine Ängste vor allem zu überwinden. Mein Sputnik (zu dem ich jeden Montag und Dienstag gehe, da ich diese Tage nicht mag, aber am Sonntag hat er frei und kann nicht extra wegen mir von Leimbach in die Stadt Züri reisen, das hat er mir so erklärt) sagt, dass ich für jede meiner überwundenen Marotten einen Käferaufkleber erhalte. Wenn ich meine Käfersammlung in die Sonne halte, schillert sie in allen Farben. Ich weiss, wenn ihr sie sehen würdet, wärt ihr ganz schön neidisch.

Kuckt:

Die musikalische Hölle

Veröffentlicht in Uncategorized bei Donnerstag, 31. Juli 2008 von badana

Hieronymus Bosch trat 1488 der religiösen Bruderschaft „Unserer-Lieben-Frau“ bei, die Kontakt pflegte zu den höchsten Kreisen des Adels, der Geistlichkeit und der städtischen Eliten in den Niederlanden. In ihren Prozessionen machten sie sicherlich komische Dinge, so wie es jede Sekte tut. Aber um diese Schweinereien geht es hier nicht, sondern um den folgenden Innenflügel des Triptychons “Garten der Lüste”, auf welchem die Hölle abgebildet ist. (Schon wieder schreibt sie über so was Deprimierendes - denkt ihr nun. Und ich sag euch: Jaja, die Welt ist düster, meine Lieben, da gibt es einfach nichts schönzumalen, das wusste der Bosch schon damals. Wenn ich jetzt eine abgegriffene Bibel hätte, würde ich einen prima Weltuntergangsverschreier auf der Strasse abgeben.)

 

Dies ist ein Ausschnitt aus Boschs bekannter Unterweltsdarstellung mit dem Titel „musikalische Hölle“. Letzterer rührt daher, dass Musikinstrumente als Folterwerkzeuge gegen wehrlose Menschen eingesetzt werden (was schon ziemlich abgefahren ist und auch irgendwie erheiternd - give it to me baby, mit der Klarinette, auf meinen sündigen Hintern).

Das Augenmerk auf sich zieht der sogenannte Baummensch, der installiert ist auf zwei kleinen Booten. Sein dem Betrachter zugewandtes, nachdenkliches Gesicht ist auf einem Korpus montiert, der an ein geborstenes Ei gemahnt. Auf seiner Kopfbedeckung, einem Mühlstein, steht ein roter Dudelsack inmitten - das Symbol für sexuelle Ausschweifungen und Obszönität. 

Unterhalb des Baummenschen (siehe den nächsten Ausschnitt) ist ein wehrloses Opfer in die Saiten einer Harfe eingespannt, ein anderes Opfer wird von einer großen Flöte niedergedrückt, ein weiteres liegt unter der Leier gefangen, auf sein Hinterteil sind Noten geschrieben, nach der die hier Herumgruppierten unter Anleitung eines Monsters singen müssen. 

Das Bild hängt in meinem Zimmer und ich dacht immer: Ach, was für krullige* Viecher, die wuseln so in der Hölle rum und lächeln selbstversunken.

Ha, nixda, falsch gedacht. Die hauen sich gegenseitig mit Flöten.

Ach, ich wünscht, ich wär musikalischer..

 

* (ich weiss, das Wort passt hier nicht, ich find aber, es klingt so, als würd es passen. Ich darf machen, was ich will.)

Müde.

Veröffentlicht in Uncategorized bei Dienstag, 29. Juli 2008 von badana
 

Als die schwarzen Raben

Durch Nebelschwaden

Das Blut ihrer kleinen

Schwester spritzen sahen

Da zogen sie ihre Bahnen

Die Schnäbel zerrissen zu

Garstigem Geschrei

 

Im Wind aus Metall ringt

Das Mädchen die Hände

Verwundet durch Nesseln

Besudelt durch Schmutz

Das leichte Hemdchen

Weiss und entkräftet

Möchte bloss schlafen

 

Auf moosigen Grund

Sinkt darnieder das Kind

Während die Vögel es

Kreischend umkreisen

Der Atem bricht leise

Das Auge irrt suchend

Durch surrendes Flügelgewirr

 

In nächtlicher Stille

Des düsteren Waldes

Stirbt einsam die Schwester

Verraten von Liebe

Verstossen von Welt

Der kleine Körper

Bald leblos und kalt

 

Ein Nieseln spielt Trauer

Zu diesen Stunden

Die wispernd beklagen

Das Opfer der Nacht

Keine Feder die träge

Zur Erde segelt

Kein Menschenlaut

Der Blätter durchdringt

 

Ein verwundeter Himmel

Verbirgt sein Gestirn.

   

Schmerz, lass nach..

Veröffentlicht in Uncategorized bei Dienstag, 29. Juli 2008 von badana

heute…

Veröffentlicht in Uncategorized bei Donnerstag, 24. Juli 2008 von kobrra

…wurde ich durchschossen und zerrissen.

mir gegenüber sass eine, wie ich glaube, schöne junge frau. auch wenn das von zeit zu zeit vorkommt, und mir das sonst ganz und gar nicht unbehaglich ist, heute musste ich weichen, mich geradezu verstecken, und auch meine unfähigkeit, zu parieren. um die situation etwas zu klären: beide waren wir vertieft in unsere dinge, von zeit zu zeit jedoch liessen wir, unabhängig voneinander, die blicke durch den raum schweifen. bis mein kopf durchschlagen wurde, wie von einem projektil: es trat durch die augen in meinen kopf hinein, verliess ihn beim genick, wo es eine klaffende wunde riss und einen sanften schmerz hinterliess, oder vielleicht doch eher ein steifes, taubes gefühl. gleichzeitig geriet ich in einen sog, schwarz und grün und tief und flach, und ich wollte mich ihm hingeben, auch wenn er meinen untergang bedeutete, wollte mich einkerkern lassen, doch ich konnte nicht.

ich konnte ihren blick nicht ertragen. und ich konnte ihn nicht erwidern. er zerriss mich in einem bruchteil einer sekunde, in demselben ich eine reise durch raum und zeit antrat und beendete, in dem sie in mich hinein und alles sah, und mir im gegenzug zu verstehen gab, dass…

fuck, keine ahnung.